Was hat eine Stadt, eine Gemeinde, ein Kreis oder eine Region Typisches zu bieten? Wie wird dieses Typische vermarktet?
Der WestfalenSprung, der von der Stiftung ausgeschriebene Martin-Leicht-Preis für Stadt- und Regionalmarketing, fördert das Orts- und Regionalmarketing in Westfalen. Hier werden Konzepte geprüft, überdacht und überarbeitet.
Originelle Konzepte mit ausgeprägtem Ortsbezug – sie haben im Wettbewerb die meisten Chancen. So sind hier keine beliebig austauschbaren Stadtfeste gefordert, sondern Maßnahmen und Events, die den unverwechselbaren Charakter und die Besonderheiten des jeweiligen Ortes einbeziehen und dadurch Aufmerksamkeit erregen. Denn erfolgreiches Ortsmarketing lebt davon, dass es die Charakteristika des Standortes berücksichtigt und im Wesentlichen auf ihnen aufbaut. Der Preis ist neben dem gläsernen WestfalenSprung-Pokal mit insgesamt € 10.000 dotiert - jeweils € 5.000 für kleinere Städte und € 5.000 für größere Städte und Regionen beziehungsweise Kreise.
Die Ergebnisse von 2004. 2007 und 2009 haben gezeigt, dass die Marketingkonzepte tatsächlich ausgiebig durchdacht und reflektiert worden waren. Darüber hinaus fördert der Wettbewerb den Austausch zwischen den einzelnen Marketing-Verantwortlichen in Westfalen. Die nominierten Konzepte werden im Rahmen der Preisverleihung und in einzelnen Publikationen präsentiert.
Bewerben können sich – unabhängig von der Rechtsform – alle Institutionen, die Marketing-Konzepte für eine Stadt, einen Kreis oder eine Region in Westfalen entwickeln und umsetzen.
Von Beginn an stieß der WestfalenSprung auf große Resonanz. 2004 hießen die verdienten, aber knappen Sieger Bocholt und Altenbeken, 2007 erhielten Lüdenscheid und Sundern mit ihren Projekten „LichtRouten“ bzw. „Na(h) – Klar, Sundern! Vielfalt ist unsere Stärke“ den Preis. 2009 siegte in der Kategorie „Größere Städte/Regionen“ Bielefeld. „Bielefeld macht Stadtmarketing für alle und von allen“ erläuterte Dr. Niels Lange, Geschäftsführer und Jury-Mitglied, das umfangreiche und breite Konzept Bielefelds. In der Kategorie „Kleinere Städte und Gemeinde“ siegte Velen Ramsdorf, die bereits 2007 nominiert waren. Sie entwickelten ihr bereits gutes Konzept weiter und konzentrierten sich weiterhin gezielt auf ihre Stärken und konnten damit die Jury überzeugen. Projekte wie „Hügelgräber“ oder „Filmstadt NRW“ sind Belege hierfür.
Erstmals wurde 2009 ein „WestfalenSprung –Sonderpreis“ vergeben. Sundern, die bereits 2007 mit ihrem Konzept erfolgreich waren, erhielten die Auszeichnung. Sie haben die Zeit seit 2007 genutzt und ihr Konzept beeindruckend weiterentwickelten.
Die hohe Resonanz auf die Ausschreibungen und das gleichzeitig hohe Niveau der Bewerber haben verdeutlicht, dass Stadtmarketing ein integraler Bestandteil der Stadtentwicklung ist. Deshalb wird der Preis konzeptionell erweitert und in „WestfalenSprung - Martin-Leicht-Preis für Stadt- und Regionalentwicklung“ umbenannt.
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