
- Der stellvertretende Landrat des Kreises Warendorf, Franz-Josef Buschkamp (v. l.), die LWL-Kulturdezerntin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, der Geschäftsführer des mentis-Verlags Dr. Michael Kienecker, der Geschäftsführer der LWL-Literaturkommission für Westfalen Prof. Dr. Walter Gödden und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Westfalen-Initiative Franz-Josef Hillebrandt, schalteten das Portal am 2. April 2008 frei. (Foto: Haus Nottbeck)
Von Audiobook bis Videostream
Das Internet ist eine gewaltige Schatztruhe, und die Literatur ist ein Medium, das erheblich vom Internet-Boom der letzten Jahre profitiert. Am 2. April 2008 wurde das Literaturportal Westfalen von Franz-Josef Hillebrandt, Vorsitzender der Stiftung Westfalen-Initiative, und der Kulturdezernentin des LWL Dr. Barbara Rüschoff-Thale freigeschaltet. Dabei wurde gleich von kompetentester Seite attestiert, dass es auf wohltuende Art und Weise anders ist als vergleichbare Projekte. Die FAZ (Ausgabe vom 13. Mai 2008) stellte www.literaturportal-westfalen.de sogar weit über das um ein vielfaches teurere Marbacher Portal und nannte es wegweisend für alle Zukunftsprojekte auf diesem Gebiet.
Der interessierte User merkt schnell: Die westfälische Literatur bietet ein nahezu unerschöpfliches Reservoir an Informationen, man muss sich nur auf Spurensuche begeben – und das haben seit der Freischaltung schon mehr als 30.000 Besucher der Webseite getan! Die Navigation soll trotz des gewaltigen Informationsangebots (Hauptwerke der westfälischen Literatur, Autoren- und Stichwort-ABC, Schauplätze, Dichterhäuser, Anlaufstellen aller Art) so intuitiv wie möglich funktionieren und geradewegs zu dem hinführen, was heute an der Tagesordnung ist. Podcasts, Videostreams, Autoren- und Literatur-Webseiten, Audiobooks, Literatur-Spotlights in Form von Interviews, wie sie immer häufiger auf Verlags-Webseiten, in Internet-Foren oder den Online-Auftritten großer Zeitungen und Zeitschriften auftauchen. Hier haben sich inzwischen neue, zukunftsweisende Standards etabliert, die unsere Wahrnehmung von Literatur nachhaltig verändert haben.
Genau hier setzten die Initiatoren mit einem neuen Projekt-Baustein an: Im Rahmen eines Video-Portals zur westfälischen Literatur werden eigene, 30-minütige Features über Autorinnen und Autoren entwickelt, die ins Internet gestellt oder im Museum für Westfälische Literatur betrachtet werden können. Möglich wird das Konzept durch eine Kooperation der LWL-Literaturkommission mit dem Medienzentrum der Universität Paderborn. Konkret heißt dies: Studierende bereiten die Interviews mit den Autoren vor und sammeln zusätzlich Erfahrungen mit Kameraführung und Filmschnitt. Auch in dieser Hinsicht wird das Literaturportal Westfalen neue innovative Akzente setzen.
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